Ausstellungen

Drei Ausstellungskataloge

Ein Bild oder Kunstobjekt eröffnet die Möglichkeit, etwas in uns zu berühren bzw. anzusprechen. Als nonverbales Kommunikationsmittel dient es dazu, sich Gedanken, Zusammenhänge und Inhalte bewusst zu machen,  zu erschließen.

So gibt es in der Ausstellung einsam gemeinsam und social prescribing

  • einerseits eine Begriffssammlung zum Thema Gefühlslandschaft Einsamkeit,
  • andererseits Darstellungen von Situationen aus dem Leben, in denen sich jemand einsam fühlt
  • und ergänzend Vorschläge, was sich der Mensch verschreiben (lassen) kann um den Weg  aus der Vereinzelung (zurück) in die Gemeinschaft zu bewältigen.

In der Ausstellung Suizidprävention – was hält mich am Leben? 

  • geht es um die Frage, wofür es sich zu leben lohnt. Selbst in undenkbar schmerzhaften, grauenhaften, bedrohlichen Situationen will der Mensch weiterleben, gibt es ein trotzdem, ein ich will leben, ich will wachsen, was als Lebenstrieb bezeichnet wird. … noch einen Apfelbaum pflanzen.
  • Die Menschen, die sich suizidierten, haben den Zugang zu ihrer Motivation verloren, fühlten sich leer, isoliert, depressiv, griffen zu Drogen. Andere wurden verfolgt, gar in den Tod getrieben. Jeder Mensch denkt irgendwann in seinem Leben  an die Möglichkeit des Auswegs, an Aufgeben, an Suizid.
  • Wie würde ich mich verhalten? Kann ich mich oder andere vor einer Kurzschlusshandlung bewahren? Woran erkenne ich Vorboten, Andeutungen? Gibt es so etwas wie einen Notfallplan? Wissen Freund*innen über meine schweren Gedanken Bescheid? Wie ist mir dann zu helfen?
  • Es gibt viele Gründe aus dem Leben flüchten zu wollen; aber welche halten mich am/im Leben.

Als Orte für meine Ausstellungen bieten sich bestenfalls Räume an, die zum sich unterhalten einladen. Dort wo man sich trifft und sich nicht nach außen darstellen muss, wo echte Begegnung möglich ist. Durch die Bilder, Texte und Ansprache, wird ein Mosaik persönlicher, sozialer und gesellschaftlicher Aspekte, Bedingungen, Auswirkungen, Zeitgeschehen,  usw. zusammengetragen und gelegt, das sich unaufhörlich im Prozess befindet.

Wozu das Ganze? Wir sind soziale Wesen und müssen zusammenhalten, reflektieren, gemeinsam überleben. Dazu benötigen wir Räume, Orte, Anlässe, Zeiten, Möglichkeiten der Begegnung.  Ich versuche meinen Teil dazu beizutragen, dass diese Welt ein wenig lebenswürdiger wird.